Freitag, 30. März 2018

N° 11 Aus Kindertagen // From Childhood Days

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Als Kind konnte man nicht immer tun und lassen was man wollte. Es gab feste Regeln man musste sich in Tagesabläufe fügen, die zum großen Teil von anderen festgelegt wurden. Kein Wunder also, dass es Leerläufe gab, dass man irgendwo auf etwas warten musste. Man hatte ein Stückchen freie Zeit, das aber zu kurz war um ernsthaft etwas anfangen zu können was sinnvoll wäre oder Spaß gemacht hätte. Also saß man rum und starrte vor sich hin, - der Kopf wurde leer und ein angenehm entspanntes Gefühl breitete sich aus. Man musste gar nichts dazu tun, - es geschah einfach. Zugegebener Maßen passierte dasselbe mitunter auch während des Unterrichts, was unangenehme Folgen haben konnte…aber wie gesagt, es geschah eben einfach: wumm, auf einmal trat geistige Leere ein und die Gedanken wanderten scheinbar ziellos umher, suchten sich ihre eigenen Plätze zum Verweilen, wie ein Spaziergänger der sich der Muße überlässt und sich grad dann auf einer Parkbank nieder lässt, wenn es ihm unmittelbar in den Sinn kommt. Oft waren das Orte an die man immer wiederkehren musste, im Turnus des Wochenplanes, und so wurde einem dieser Ort zu einer Art Ankerplatz, an dem das Schiff des durch geplanten Lebens zum Halten kam und gelassen in den Wellen schaukelte, während sich die Besatzung aus Gedanken auf einem zwanglos ungeplanten Landgang vergnügte. So wurden einem diese Orte zu Freunden. gerade wenn es einem nicht so gut ging, oder Kopf zu voll mit allem Möglichem war, spendete das stille Dasein der Gegenstände um einem herum Trost und Frieden. Es war tatsächlich eine tiefe Entspannung damit verbunden scheinbar sinnlos auf irgendein Eck zu blicken…das „Mit-diesem-Ort-Sein“ gab Halt und Ruhe.

Jetzt merke ich,  dass sich diese Orte und Gegenstände tief in mein Gedächtnis eingeprägt haben. Ein paar Beispiele: ich kann mich noch sehr deutlich an die Rille in der braunen Oberfläche erinnern, die das obere Ende des Schultisches säumte. Ich habe auch noch den Geruch des lackierten Holzes in der Nase und wie sich die glatte Oberfläche angefühlt hat.

Dann kann ich mich noch sehr gut an die blauen Vorhänge im Wohnzimmer erinnern und wie ich viele Stunden zu ihnen hinüber gesehen  und gewartet habe bis das spärliche Tageslicht endlich mehr wurde und die Zeit näher rückte zu der ich aufstehen durfte.

Es gibt zahlreiche solcher Orte, - oder besser Örtlichkeiten: Stahlkanten an Bushäuschen, Rückenlehnen von Schulstühlen, Muster im Asphalt von Gehwegen, Baumreihen, Zimmerdecken, etc…

Als Kind weiß man sie nicht zu schätzen, diese „sinnlose Wartezeit“. Man merkt nicht wie gut sie einem tut. Man ist sich nicht bewusst, wie leicht und schön es ist, sich in einem vorgeschriebenen, festen Tagesablauf eingebettet zu wissen. Man weiß die Kostbarkeit dieser Orte nicht zu würdigen und kennt den Reichtum nicht, der einem mit der Zeit für Kontemplation und sinnloser Leere geschenkt wird.

Als Erwachsener versucht man Leerläufe stets zu vermeiden, immer ist man mit irgendetwas beschäftigt und will jede Minute sinnvoll nutzen. Zudem wird stets hinterfragt was man tut oder nicht tut. Als Kind oder Jugendlicher hinterfragt man nicht ständig, man tut was einem gesagt wird – noch hat man nicht immer die Wahl.  

Zum Glück habe ich diese spezielle Art geistiger Leere für mich wieder entdeckt, - zusammen mit einigen nicht hinterfragten Regelmäßigkeiten. Und zum Glück stellt sich mit dieser Leere die gleiche tiefe, wohltuende Entspannung ein wie damals. Heutzutage kann ich diesen Vorgang sogar bewusst genießen: die Kante von unserem Bürotisch ist einfach wunderbar! Das frühe Tageslicht durch das Rechteck meines Dachfensters betrachtet, - einmalig!... Jeden Morgen aufs Neue! Oder wenn man nicht bemerkt dass man seinen Tee aufgießt, während man ihn aufgießt, - unbezahlbar!


 BerylliumN

 




N° 11 From Childhood Days





As a child we couldn’t always do what we wanted. There were rules to obey and we had to stick to a daily routine which was imposed on us by others. This often left but small gaps in the timetable with nothing to do, unfortunately those times were usually too short to get something started which was real fun. So we simply had to hang around and kill time...and I do remember that very well: those times when I just stood or sat somewhere, waiting, staring into empty space or with my eyes fixed on some random object without really seeing it. Then “it” happened, - my mind got empty and a peaceful feeling of calm took over. Well, admittedly “it” sometimes also happened during lessons with rather unpleasant consequences... J But nevertheless a kind of mental peace was created within which my mind could wander aimlessly and my thoughts were allowed to find their own spaces to linger, like somebody who is taking a stroll through a park and without being aware of making the decision to take a break, he suddenly finds himself sitting on a bench.
Those spots often were places where I had to return to on a regular basis and wait, they were attached to the weekly schedule and its routine. Throughout term the spots became safe harbours of mental freedom to me in a thouroughly planned, structured life. They were places free of force and pressure where my mind could drift equanimously on metaphorical ocean waves like a ship, which the crew and the captain had abandoned. These spots and its surroundings became companions, especially on days when I didn’t feel so good or something troubled me which, - needless to say, was often the case during growing up.
The stillness and solmn peacefulness of those locations had a deeply soothing and calming effect on my psyche, to simply be with the things around me created space in space. Even time stretched itself and I could catch my breath. Now I realise that those sights of my childhood days got imprinted deeply in my memory, for instance: the gouge at the top end of my school desk together with the feel of the varnished surface of it. I also remember the colour-nuances of the blue patterned curtains in my bedroom when the first light of dawn was shining through them and I was waiting for the time when I could get up and start a weekend day...there are so many of these spots: steely edges of busstop shelters, backs of school chairs, patterns in street pavings, tree rows, room ceilings, etc..
As children or teenager we don’t appreciate such places or seemingly pointless idle times. We don’t see the plus side of beeing enbedded in a structured timetable with hardly any responsibilities or the worrying freedom to be able to choose at all times. We don’t recognise the value of these little treasures in time in space where we can get back to ourselves and put our minds at rest. As a grown up person one always tries to avoid gaps in a schedule in order not to “waste time”. We are constantly busy with something, we try to squeeze efficiency out of every single minute of our days. Additionally we keep questioning ourselves and what we are doing all the time, - because we are entirely our own responsibility. As children of course we didn’t have to do that, we simply did as we were told.
Lucky me, I recently re-discovered this special kind of spiritual emptiness along with some unquestionable routines. And luckily I am able to find the very same feeling of deep, soothing and refreshing peacefulness and relief, as I did in the past. Nowadays I even can enjoy this state consciously...the edge of my office table is wonderful! The early morning light seen through my rectangular rooflight, - fantastic!...and it’s there every morning! Or not realising that I’m brewing a cup of tea while I am brewing it, - priceless!


 BerylliumN
 






Mittwoch, 21. März 2018

N° 10 Poem: White Sleeve Man

Heute mal wieder auf Englisch, weil ich so etwas eben meist auf Englisch schreibe...wie schon mal gesagt.

 

It's English again:

 

 

White Sleeve Man

 

You are slick

Like a wet lick

The things you stick to

Make me sick

 

I wouldn't bother

But throw a brick

Through the wall

Of your contrived Independence

 

Your "the future's the right place

It's time to enter new space

You never are wrong but the case"

And all those flat never-endings

 

You say: "you cannot buy one man?

Well, try to buy three

If that doesn't work, impose them a fee!

You still can't get them going?

Give them some drugs

Like heroin."

 

Of course, it's your contribution

So well elaborated

So subtle the turn of the screw

People will never get irritated

 

You sit in your leather chair

A smirk in your face

D'you think I never would dare

To tie you a rope as a brace?

 

I'm not running like you want me

I'm not working for your grantors

With your interests you won't trap me

I will not kneel before your vendors

 

Back off, White Sleeve Man!

With your idols and false games

Your Wall Street Journals

And high financial dice games

 

You go and break your own neck

In the traps

You set

For us

 

 

BerylliumN

 

 

 

 

Sonntag, 11. März 2018

N° 9 Entmischung contra Gleichmachung // Demixing versus Equalisation

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Jetzt ist s soweit: dies ist der erste WEEKLY „aus gegebenen Anlass“, bzw. wegen eines Zeitungsartikels, auf den ich letzte Woche zufällig gestoßen bin, - normaler Weise lese ich selten Zeitung. Einerseits weil ich zu wenig Zeit dafür habe, andererseits verstopft es die Gehirnwindungen…

Wie auch immer, in dem Artikel ging es um den Zustand des deutschen Oberschulsystems. Es wurde eine „klammheimliche“ und „schleichende“ Entmischung vor allem an den Gymnasien bemängelt. Mit diesem merkwürdig anmutenden Ausdruck meinte der Autor den Versuch von Eltern und Schuldirektoren sich gegen eine ebenso schleichende, erzwungene Gleichmachung zu wehren. Hier möchte ich hervorheben, dass selbige keineswegs wahlfrei vollzogen wird, oder ernsthaft zur Diskussion (mit offenem Ergebnis) gestellt wird. Die Übereinkunft der Gleichmachung wird vielmehr mit der Schlagkraft der moralischen Keule durchgesetzt, die als die einzige, politisch korrekte und ethisch einwandfreie und damit richtige Verhaltensoption verstanden sein will. Dabei wird stur vorausgesetzt, der Mensch sei ein durch und durch sozial veranlagtes und altruistisch orientiertes Wesen. Wird er dieser Voraussetzung nicht gerecht, gilt sein Verhalten als verwerflich. Der Mensch soll sich dann unbedingt und möglichst schnell ändern.

Nun haben aber archäologische Forschungen schon mehrfach gezeigt, dass der Mensch schon seit Urzeiten in kleinen Familien-Verbänden lebte. Auch von einem Clan wurde ein größeres Gebiet bewohnt, in dem die einzelnen Familien Abstand zueinander halten konnten. Keinesfalls hat der Mensch je in so etwas wie Herden, Rudeln oder Schwärmen gelebt. Diese Form des Miteinanders funktioniert völlig anders und ist für das direkte Überleben der einzelnen Herdenmitglieder unerlässlich. Abgrenzung oder Ausgrenzung bedeuten in der Regel den Tod für das Individuum.

Der Mensch mit seinen Kleinfamilien lebt eine Mischform, er braucht das Zusammenleben mit anderen Menschen, aber er strebt auch nach Abgrenzung von anderen. Der Mensch will Unterschiede und Unterscheidungen. Er braucht Raum für sein Selbst-sein, er braucht Welten in Welten, Eigenheiten, Privatsphären. All dies kann sowohl für den Einzelnen als auch für Gruppen gelten, die sich unter einem bestimmten Konsens zusammen gefunden haben. Wir sind zwar eins durch unser Mensch-sein, aber wir sind nicht alle gleich und deshalb haben wir auch unterschiedliche Bedürfnisse. Anders als Rehe, Wölfe oder Ameisen brauchen wir als Individuum oder als Gruppe jeweils etwas anderes.

Dies sollte man auch im Hinterkopf haben wenn man über das Schulsystem oder die Gymnasien reflektiert. Die sogenannte Entmischung ist eine Reaktion unter vielen die momentan in der Gesellschaft zu bemerken sind. Diese Gegenreaktionen treten immer dann gehäuft auf, wenn der Versuch der Gleichmachung oder Gleichschaltung zu weit geht, wenn Menschen die Möglichkeit genommen wird sich zu unterscheiden. Es ist einfacher für uns das Anders – Sein unserer Mitmenschen zu respektieren und deren Privatsphäre und Eigenheiten zu akzeptieren wenn eben gerade nicht zu viel erzwungene Vermischung stattfindet, sondern wenn jeder seine eigenen kleinen physischen, mentalen, kulturellen und was sonst noch für Territorien behalten darf, kurz: wenn der Mensch sich abgrenzen kann.

In Bezug auf Schulsysteme sollte doch außerdem das Ziel sein die Schwächeren nach oben zu heben, anstatt die Stärkeren nach unten zu drücken, nur damit alle auf einer Ebene sind. Dies könnte einerseits mit Hilfe von gezielten Förderprogrammen und Stipendien geschehen, - wie wohl auch teilweise schon praktiziert, andererseits könnten zusätzliche Tests bei der Aufnahme in ein Gymnasium hilfreich sein. Dabei sollte es nicht um die Benotung schulischer Leistungen gehen, sondern es müssten andere Parameter berücksichtigt werden, wie zum Beispiel die persönliche Einsatzbereitschaft, die Fähigkeit sich Wissen auch in Eigeninitiative anzueignen, auch wenn dies auf Wegen geschieht, die von der gängigen Norm abweichen. Dadurch könnten individuelle Denk – und Deduktionsweisen gefördert werden, anstatt sie im keim zu ersticken. Andere Aussage kräftige Faktoren können sein: Belastbarkeit, Drive, die allgemeine persönliche Haltung (ist sie positiv oder eher negativ?)…all dies sind Eigenschaften, die in einer Schul – und Berufslaufbahn einen Unterschied machen können, manchmal sogar entscheidender seien können als bloßes Fachwissen, was man sich im Zweifelsfall auch aneignen kann. Zudem werden sowieso Computer als bloße Wissensträger immer wichtiger, oft bleibt eher die Frage offen wie man das Wissen nützt oder wie man welche Entscheidungen fällt.

Zuletzt noch zu den Benotungssystemen: oft habe ich mir als Schüler gedacht, dass es ab der 8ten Klasse sinnvoll wäre Bestnoten (z.B. A-Levels) nur in solchen Fächern vorweisen zu müssen, die den eigenen Fähigkeiten entsprechen und wo es wahrscheinlich ist, dass man diese später auch studieren will. Für andere Fächer, in denen man keinerlei Begabung noch Interesse hat, sollten O-Levels, also Basiswissen ausreichend sein dürfen… Wenn ich daran denke, wie viel Zeit und Energie ich in meiner Schulzeit mit Nachhilfe in Mathematik und Physik verschwendet habe…und wirklich genützt hat es mir trotzdem nichts, weil mir der direktere Weg zu den Dingen die ich wirklich wollte verbaut war und ich tatsächlich nichts von all dem Wissen hinterher in irgendeiner Form gebrauchen konnte.

Sollte es bei einem Schüler wieder Erwarten doch zu Interessensverschiebungen kommen, muss es dem oder diejenigen eben mit individuellen Aufwand auf verwalterisch möglichst unkomplizierten Weg erlaubt sein die benötigten A-Levels nach zu holen…und dann kann es losgehen mit dem Studium…

Auf jeden Fall sollte man Eltern (und gegebenen Falls ihren Sprösslingen) Auswahlmöglichkeiten lassen und erzwungene Gleichmachung vermeiden. Man sollte sich informieren dürfen ob es an der Schule Inklusion gibt oder nicht und wie hoch die Anzahl an Schülern mit Migrationshintergrund ist, um dann frei entscheiden zu können was man will und was man nicht will. Nur so können ehrlicher Respekt und ernst gemeinte Toleranz entstehen, die auf Gegenseitigkeit beruhen. Wird so etwas mit der moralischen Keule und erzwungen, besteht es nur an der Oberfläche und darunter schwelt und kokelt Abneigung.
 
BerylliumN
 
 
 
Demixing versus Equalisation

 


So this is the first WEEKLEY dealing with recent events…last week, I came across an article in a recpectable German newspaper about the state of the German Highschool system, saying there was a secret demixing campain going on at schools. Apparently more and more parents tend to send their children to private schools or international schools rather then to public highschools (Gymnasium). As I gather from the article parents try to get information about the rate of students with migration background and if there is an inclusion program at the school before they decide where to register their children.
 
By calling this inclination of parents “deliberately and sneakily demixing” the author gave it a negative connotation. But on the other hand we could regard this parental strategy  as an attempt to circumvent unwanted equalisation which is forced upon them against their wish. It should be pointed out here, that this equalisation is explicitly not open to discussion or negotiation but is put across with a wooden club  named morality, first name guilt, to push through what is agreed upon as the one and only political correct, ethical option. Still the persisting assumption is held high that mankind is a specifically social and altruistic species and if people don’t behave and have no wish to live up to these expectations they are accused of beeing unethical or egotistic.
 
But archeology and early human history prove something else: people used to live in small family groups, even when distantly related with one another in a clan the family groups were spread over large territories. Men certainly never lived in herds, packs or swarms like deer, wolves or birds/fish. These social structures are vital for the survival of the individual animal, - to loose the herd, pack, swarm  or to be left out usually means death for the individual animal. Whereas mankind with its small family groups is a mixture of two inherent necessities: the need to live with, and rely on others and the need to have room for privacy where we can be apart from each other. People by nature also want separation and beeing distinguished, they want private worlds, the permission to be special, to be different. This is because we are one in the sense of being human, but we are not the same and therefore we need different things in life...and different treatment as well. This aspect distinguishes us from animals living in herds where all individuals basically have the same needs.
 
Getting back to the aforementioned article about German highschools: the so called demixing campain is one of many reactions to the effort to bring everybody and everything to a handsome even level. This reaction of the parents is a backlash against public agreements made by ruling forces in a society to impose exactly those moral ideas upon people which serves their interests best.
 
I think it is easier for all of us to respect other people and their different ways if it isn’t imposed on us to pretend we are all the same. People who are free to  a certain extend to have it their own way, - physically, mentally, culturally...whatever, are more likely to accept a different way of life in others and the quirks of their fellow men. Apart from that, the aim of education should rather be to raise the weaker positioned up to the level of the stronger positioned, not the other way round. This could be achieved by scholarships and specific support, which I think is already happening. In addition to that further tests should be done with pupils who want to register at a Gymnasium, which mustn’t exclusively evaluate rational accomplishments of the student, but also consider other profound qualities, such as personal drive and initiative, or ability to achieve knowledge in an individual kind of way, which might differ from the common one. Personally, I regard a single-tracked approach of achieving knowledge as problematic anyway, because it might completely suppress new ways of thinking and a new approach to solve problems.
 
Another important aspect which should be taken into account when deciding which school is appropriate for a child is the pupils attitude and his or her endurance as well as the personal level of motivation, - qualities which could make a great difference in a school – and work history.
 
When I was at school, I often thought: “Why do I have to cram so much detailed knowledge of math or physics into my head? I will never study anything like it and I won’t need it later.” I spend hours and hours learning that stuff, - on my own and with a tutor. And in the end it kept me from a direct way of getting my grades and being able to study what I really wanted and was really good at, which was art and/or literature. So I wasted a lot of energy and lost time to get where I felt I needed to be... I still think it would be better to introduce a new marking-system where students from 8th grade onwards may choose the subjects they take interest in and are likely to persue later. In order to be able to go to University and study these subjects they would have to get an A – Level, whereas for passing the exams of the other subjects only basic knowledge should be required and therefore O – Levels sufficient. If an unexpected shifting of personal interest happens: simply dive into the matter and catch up on your required A – Levels, then go to University...no Problem!
 
I know that’s just an illusion...however parents and their children should have the right to choose for which school they want to register, - and appropriate opportunities to make a choice shouldn’t be eradicated. Parents (and students) also should have the opportunity to get informed about the rate of fellow students with migrational background and if there is inclusion, in order to make a conscious and deliberate decision. Respect and tolerance and the wish to come togehther with people from other cultures or disabled persons have to be honest so they can become real, - it mustn’t be a must.
 
It also makes no sense to give way to parallel societies where one can hardly find a native speaker in a class and natives are a minority. In order to keep educational standards and get satisfying integrational results from which both sides can Profit, it has to be the other way round. To try and impose such things on people and use morality and ethics as a club is inappropriate and will provoke backlashes.
 
 
BerylliumN    
 
     

 

 

   

Freitag, 2. März 2018

N° 8 Wellensittiche, oder: der Unterschied zwischen Leben und Überleben // Budgies, or The Difference between Living and Staying Alive

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Ja, ich hatte sehr lange immer Wellensittiche, - natürlich mit Freiflug  von morgens bis abends in zwei Zimmern und mit Kletterbaum, und immer wenn ich für ein bis zwei Wochen in Urlaub gewesen bin und wieder kam, habe ich mich über ihre überraschten und zugleich erfreuten Gesichter gefreut. Auf diesem Wege ist mir klar geworden was für Tiere gilt: wer plötzlich weg ist und länger nicht wieder kommt, ist wahrscheinlich tot…

In unserer frühen Vergangenheit galt für uns vermutlich dasselbe. Heute ist das ganz anders. Heute ist man sich als Mensch seines Lebens so sicher, dass man vergessen hat wie sich das anfühlt, - zumindest in der westlichen Welt. Man lebt eben. Man lebt. Da ist es selbstverständlich, dass man seine Familie, seine Freunde, Bekannte, Mitarbeiter, Nachbarn, etc immer und immer wieder sehen wird. Es ist völlig normal, dass man immer wiederkehren wird, an mehr oder weniger gleiche Orte. Man kann planen, kann sich auf Dinge einstellen die dann auch wirklich geschehen, man kann sich auf Wiederkehr verlassen.

Das war nicht immer so. Deshalb ist es von Zeit zu Zeit ganz gut sich einmal bewusst zu machen wie es einmal gewesen sein muss, - denke ich, als man sich noch nicht auf die Wiederkehr verlassen konnte, sich für einige Sekunden in das Gefühl hinein zu versetzen, als es uns Menschen noch genauso ging wie den Wellensittichen, Rehen, Eichhörnchen… Als wir noch täglich damit beschäftigt waren zu überleben, im ganz direkten Sinne.

Einer der Unterschiede zwischen leben und überleben ist die Gewissheit der Wiederkehr.








N° 8  Budgerigars, - or: the Difference Between Living and Staying Alive




Well I kept budgies for a long time, - of course, they could use two rooms and had their own climbing tree. Actually they went in and out of their cage on their own freewill, except during nights.


However, sometimes I went on a holiday trip for one or two weeks and hired somebody to look after them. When I returned, I always was amused by their delighted and somehow deeply surprised expression on their little faces when they recognized me. On reflection about that genuine surprise, I realised a difference between us and animals, - for them it is: whoever disappears suddenly and doesn’t come back for a longer time is presumably dead....


This rule might have applied to us too in our early past. It is very different today. Now we are so sure of our lives, we can hardly imagine how that feels like, - at least in the western hemisphere. One simply lives. And will live tomorrow. So we take it for granted to meet our relatives, friends, colleagues, neighbours again even after a longer absence. Returning seems to be completely normal to us. It’s a guaranteed fact for us that we return to more or less the same places (and people) over and over again. We can plan our lives, get things arranged, we are sure that certain things will happen, in short: we can rely on returning.

But it hasn’t always been that way. Maybe it’s a good thing to remember this from time to time and think about how it must have been then, when it was not at all sure that people returned to us, or that we will be able to come back to a certain place or person.... Regarding to that, there wasn’t so much difference between us and budgies or deer, or squirrels. We also had to struggle from one day to the other in order to survive and stay alive in a very direct and uncompromising way.

One big distinction between living and surviving apparently is the certainty of returning.

Please do return!

BerylliumN






    

Freitag, 23. Februar 2018

N° 7 Die Jagd nach dem Neuen // Chasing The New

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Die Jagd nach Neuem


Die meisten meiner Mitmenschen scheinen sich schnell zu langweilen… Sie langweilen sich mit Kleidungsstücken, Autos, Einrichtungsgegenständen, Urlaubszielen, Hobbys, Spielen, Freizeitbeschäftigungen, Spaziergangs-Routen, - ja, überhaupt Umgebungen, Haustieren, Freunden, Beziehungspartnern, ihren Lebensbedingungen und wie mir scheint, im überwiegenden Fall auch mit ihrer Arbeit.

Als Folge dieser wiederkehrenden Langeweile verwenden sie viel Energie auf die Jagd nach dem Neuen. Marktforscher freuen sich über diese Eigenschaft sehr, weshalb sie ihrerseits viel Energie darauf verwenden, zusammen mit den dazu gehörigen Produzenten und Profiteuren neue Trends ins Leben zu rufen und so den kollektiven Willen der Leute in die entsprechende Richtung zu lenken: auf das nächste Neue. Dafür wird subtile Werbung benutzt, welcher sich die Psyche des Menschen nur schwer entziehen kann, - meist wird sie vom potenziellen Kunden noch nicht einmal als solche erkannt.

Ist dieser Drang nach Neuem im Menschen angelegt um Motivation zu schaffen? Ist er durch unsere Zivilisation entstanden, mit deren Entwicklung einherging, dass der Mensch nicht mehr unablässig um sein pures Überleben kämpfen muß und so Zeit hat Dinge auszuprobieren? Handelt es sich um eine logische Folge unserer „Wegwerf-Gesellschaft“, durch die die natürliche menschliche Neugier künstlich verstärkt und übersteigert wird?

Auf jeden Fall hat die Jagd nach Neuem Folgen: der Jäger erlegt mit dem metaphorischen Jagdspeer die Dauer. Diese ist aber wichtig, sowohl für das Fließen der Dinge, als auch für ihre Verwurzelung. Dauer ist sozusagen sich verändernde Beständigkeit. In ihr steht die Verwurzelung für Standhaftigkeit und Durchhaltevermögen, für bleibende Werte. Sie gibt auch Sicherheit und erzeugt Klarheit darüber, was man will oder nicht will, darüber wer man ist und „wo man steht“. Durch die Verwurzelung entsteht auch Liebe zu dem was man hat und für das sich persönlicher Einsatz lohnt. Durch diesen Einsatz und die bewusste Pflege des Bestandes (egal ob geistiger, emotionaler oder materieller Art), entsteht ein natürlicher Wandel, - die Dinge bleiben im Fließen.

Jagd man hingegen immer nur dem Neuen nach, vernachlässigt man das was man hat, egal ob es sich um Beziehungen, Verantwortungen oder Besitz handelt.

Kein Wunder also, dass bei dieser Jagd Menschen verletzt werden, das Natur und Dinge herunter gewirtschaftet werden. Kein Wunder auch, dass unübersichtliche Müllberge entstehen, denen man nicht mehr Herr wird. Kein Wunder das Menschen, -  auf subtile Art entwurzelt, zum Psychiater müssen, weil sie sich auf dieser Jagd verlieren, oder nicht mithalten können.

Was mich aber wundert ist, dass dieses Verhalten so wenig hinterfragt wird, so allgemein anerkannt ist und sogar als jung, frisch und hipp bezeichnet wird, und nicht nur dort, wo man es sowieso erwarten würde. Hat das vielleicht was mit Egoismus zu tun?

Dauer ist gleichbedeutend mit Ewigkeit, denn sie ist bleibendes Nicht-Bleiben, Sein und Fließen zugleich. Dauer erzeugt Klarheit und Respekt.


BerylliumN






N° 7  101 Things,  I Don’t Understand




Chasing The New


Well, most of my fellow citizens seem to become bored pretty fast...that’s my impression. They get bored by their clothes, cars, furniture, holiday places, leisure activities, hobbies, games, surroundings in general, their pets, their friends, their partner, their living conditions,...and apparently by their work.

As a consequence of this recurring sensation of boredom they spend a lot of energy chasing “the New”. Market researching people love this specific human characteristic, - they know its capacity to generate money. That’s why they put a lot of energy in launching new trends and hipes and so get to steer people’s actions, behaviour and minds, working side by side with producers and profiteers. In order to do that, subtle advertising is used which takes effect on human psyche and is hard to detect by people, who are occupied with living their workaday life.

So I ask myself: is this constant striving for new things a natural human predisposition to create motivation? Or was it developed only recently, as a side effect of our civilasation where mankind had the time to try all kinds of activities just for the sake of doing it, because there wasn’t the need to survive on a day to day basis? Is it an implicated consequence of our throw-away-society, where natural human curiosity is artificially enforced and boosted?

In any case the hunt for the New influences our way of thinking: the hunter with slays duration with his metaphorical spear. But duration is important for the constant flow of life as well as for its attachment and interconnection. Duration is flexible stability. It takes duration to stand ones ground or achieve lasting values or consistency. In addition to that durability creates security and constitutes clearity as to what we want or don’t want. It shows us where we are in our lives. This constant attachment also creates love for what we have and the passion to commit ourselves to protecting it. By commiting ourselves to protect and conciously care for what we have achieved (regarding to civilisation,  emotionally or spiritually), natural alteration is the result...things get in flux, but don’t float away.

On the contrary, if we are constantly chasing the New we tend to neglect what we have, no matter if it concerns property, relationships or responsibility...no wonder people get hurt in this process, no wonder nature is turned down or destroyed. Also not a surprise it creates piles of old things called rubbish...and so forth.

Another side effect of this particular lifestyle are the rising figures of people who have to consult a psychiatrist, because they have lost themselves on the hunt for The New, or simply cannot keep up with the pack.

But what really astonishes me, is the fact that nobody bothers to question this behaviour., - it is even considered as dynamic, fresh or hip...and broadly acknowledged...maybe because we are so used to it by now...?

However, on the other hand we get to choose. We may choose duration and with it a piece of eternity because duration is flexible and stable at once, it’s the equivalent of standing still and moving at the same time.

BerylliumN

  

 Hang loose! J



    


Freitag, 16. Februar 2018

N° 6 Das Studium - Gefängnis des Geistes?

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Wir saßen an einem runden Esstisch, vor uns ausgebreitet meine Zeichnungen und Gemälde, - mit Acrylfarbe auf Pappe gemalt, denn es waren Arbeiten für meine „Mappe“. Diese Mappe war selbst zusammen gebaut, ebenfalls aus fester Pappe, ca. 100x120cm groß und mit meinen Arbeiten gefüllt etwa 10kg schwer. Mit diesen gesammelten Werken wollte ich mich an der Kunstakademie München bewerben. Das habe ich dann auch getan…um die Mappe transportieren zu können, benötigte ich eine Sack-Karre, die ich durch die endlos langen Gänge der Akademie zu den Sprechstunden einzelner Dozenten und Assistenten geschoben habe. Die ältere Dame, mit der ich damals an ihrem Tisch gesessen bin, um ihr meine Arbeiten zu zeigen, war schon seit langem eine Künstlerin. Auch sie hatte an der Münchner Kunstakademie Freie Malerei und Graphik studiert, - natürlich lange vor mir. Ihr gefielen meine Sachen ganz gut und nach einer Weile sah sie mir prüfend in die Augen und sagte: „Wissen Sie, ein Lehrer kann einen auch vernichten.“

Damals hatte ich mir gedacht, dass diese Äußerung wahrscheinlich auf ihre persönlichen, in einigen Fällen wohl eher schlechten Erfahrungen mit Lehrern zurück zu führen war. Sie hatte mir dann auch einige negative Anekdoten erzählt, die sie während ihres Studiums erlebt hat. Eingedenk meiner eigenen Erfahrungen an der Schule, gab ich ihr damals im Stillen Recht, habe aber nicht mehr viel über ihre Aussage nachgedacht… Tja, im Nachhinein ist man immer schlauer… J

Zwar hat mich an der Akademie niemand in dem Sinne vernichtet, - ich habe ohne Zweifel auch sehr viel gelernt, aber etwas war auf der Strecke geblieben, etwas hatte sich verloren in den endlosen Gängen der Akademie… Es war der Blick auf den Kern der Sache. All die Bildung, all das Durcharbeiten, das Zerpflücken, das Nachforschen, Nachlesen und Durch - und Wiederkäuen der Materie hat mir die Sicht auf die Essenz eben derselben verstellt. Und dann die Kollegen, - all die Ansichten, die Meinungen, die Konkurrenzkämpfe… Ich hatte meine ursprüngliche Motivation, wegen der ich das Studium überhaupt begonnen habe aus den Augen verloren. Ich konnte den Grund nicht mehr sehen, meine Ziele hatten sich relativiert.

Zum Glück bin ich recht zäh und neige dazu Dinge die mir wirklich wichtig sind mit Zähnen und Klauen zu verteidigen, - zur Not auch gegen mich selbst, und deshalb ist es jetzt (schon seit langem) wieder anders. Aber wenn es dem Esel zu wohl ist geht er aufs Eis…ich hatte vergessen wie es damals gewesen ist und zog in Erwägung noch einmal zu studieren, - Geologie vielleicht, auf Umwelttechnologie schielend, oder Biologie. Dann habe ich mir die Aufnahmebedingungen und die Beschreibungen der Studiengänge durch gelesen und da war es wieder…meine Erinnerung kehrte zurück. Zum Glück!

Mir war mit einem Schlag klar durch welch eine Zeit – und Energie fressende Masse von Detail-Wissen ich mich würde kämpfen müssen, über viele Jahre, ehe mich jemand auch nur annähernd ernst nehmen würde in meinem Fach. Es würde eine Ewigkeit vergehen, bis ich einen entsprechenden Beruf ergreifen dürfte. Bis dahin hätte ich vermutlich ein weiteres Mal meine Ideen und Visionen vergessen und/oder selbige hätten sich relativiert unter der erdrückenden Last des kleinteiligsten Wissens, das es nur an Universitäten im Angebot gibt, - und in einigen Fachlehrgängen und Meisterschulen, aber da ist der Weg kürzer.

 
Das Projekt „Studium 2.0“ habe ich also fallen gelassen und bin erst mal Spazieren gegangen. Dabei habe ich mir gedacht, welch ein Segen anerkannter Quereinstieg seien könnte! Es wäre sicher eine Bereicherung für die Universitäten, wenn sie offener wären für den Austausch mit interessierten Menschen aus ursprünglich anderen Branchen (oder Bildungszweigen), die unerwartete Ideen mitbrächten. Man könnte sicherlich tolle Projekte in Angriff nehmen, unter Abgleichung von akademischen Fachwissen und praktischer Erfahrung, - oder vielleicht auch nur simpler Erkenntnis, weil man die Zeit hatte sich wirklich mit einem bestimmten Teil – Thema zu beschäftigen, ohne erst sämtliche Grundbausteine büffeln zu müssen und so eine zündende Idee geboren werden konnte. Denn wirklich: ist man erst einmal unterwegs in den langen Gängen der Hochschulen, - den metaphorischen und den tatsächlichen, sieht man mit unter den Wald vor Bäumen nicht mehr, man verliert den Blick für das Wesentliche, im schlimmsten Fall das Vertrauen in die eigenen Ideen.

 
Das Dilemma setzt sich im Berufsleben fort, denn man muss ja unbedingt ein entsprechendes Abschluss – Papier vorweisen, wenn man sich für bestimmte Berufe bewerben will…Ideen hin oder her…was einen dann wieder zur Universität führt.

 
Es scheint fast so, als würden die Wissen Vermittelnden und die Wissen Anhäufenden auf diesen „Schätzen“ sitzen und sie eifersüchtig vor Außenstehenden hüten und verteidigen, wie Golum seinen Ring der Macht, damit niemand, der sich nicht erst all das Detail – Wissen hat einverleiben müssen zum Zuge kommt.

Wie wenn man sich ein Schiffmodell kauft und es an jemanden vorbei trägt, der gerade dabei ist dasselbe Modell eigenhändig zusammen zu bauen…. :-D 
 
BerylliumN
 
 
 
 
N° 6  University = Mind Trap?                                        
 
 
 
We sat at a large dining table, the whole surface of it covered with my drawings and paintings, - acrylic paint on cardbord. Material for my application portfolio which also consisted of cardboard and was hand made by myself. I couldn’t find one in the shops which was big and solid enough to support the weight and size of my paintings: most of them 100x120cm tall and altogether weighing around 10kg. With this collection of work I applied at the Academy of Fine Arts, Munich to get a permission for a free painting class, preferably with a professor who also was a “free painter”, but I was willing to compromise regarding to that. After all, what counted the most was to get in, no matter what.
 
However, in order to be able to show my portfolio to any professor or assistant in this spacious and venerable building, I needed a barrow, which I pushed through endless corridors with a lot of what is called “confidence and determination”.
 
The elderly Lady with whom I was sitting at her table to show her my work and get her opinion already had been an artist for a lifetime. She had studied free painting at the Munich Academy decades ago. I was pleased that she liked my work and after a while she gave me a long, scrutinising look and said: “ You know, a professor can also crush a student...”
 
Back then I considered her remark a result of ugly episodes with her teachers and professors. As a matter of fact she did tell me some negative anecdotes about her time at the Academy. I remember that I agreed with her in many aspects, having my own experiences at secondery school in mind. But I didn’t give it a second thought then, for I was all eager to become an art student. Well, - in retrospect we always know better... J
 
Well, I’m glad to report that nobody really crushed me there. I actually learned quite a lot, but nevertheless something went missing on the way, got lost in those endless corridors of the Academy of Fine Arts, Munich...it was the feel for the essence of the whole endeavour. I forgot about my primary urge which brought me there, - the urge to paint. Somehow I forgot about art while studying it. All the education, the research, the tearing apart and putting back together again, all the discussing, the reading about art philosophy and different aspects of painting got in my way and made me blind for the complexity of its real sense. And then my fellow students… all the competition, the differences, the fighting over positions and opportunities to show one’s work...exhausting.
 
Luckily I can be quite tenacious and tend to hold on to things which mean a lot to me, - if need be even against myself. That’s why, over the years, I re - discovered what art meant to me and it’s also the reason why I’m still painting until today.
 
But sometimes if you feel too comfortable with your current life you get ideas... So I thought about going back to university to get a degree in Microbiology or Geology, - obviously I had forgotten how it was like at the Academy. But alas, while reading the conditions of admission, my ability to remember events returned and it hit me on the head: I saw the time and energy consuming effort it would take to store a huge amount of detailed knowledge in my brain. And it would take ages until I was finally allowed to apply for a job. Before I got there in the end, I will presumably have forgotten about my visions and ideas in this area again. Everything would get modified in the harsh grip of too much data, too much detail, - knowledge overloaded...beware! (imagine a red blinking alert button and ears slicing beep sound). You only get this whole load at universities, in Germany maybe also at schools where you can get your “Meister” as a craftsman, - but in a considerably shorter time.
 
So I dropped the project “Science Degree” and took a walk in the local wood...or maybe I should say forest, because I’ve been told the primary purpose of it is its economic viability. However while walking, I reflected on the benefits of fresh visions from people who aren’t numbed by too detailed knowledge or too intimidated to bring up a new idea which is not yet proved. Universities could certainly profit by fresh input from people who aren’t completely into a certain field of knowledge or haven’t entirely finished their studies, for they might see something beyond the academic approach. Also, if it was possible to do crossover projects with people who come from another professional or scientific background it might add a great deal of comprehension for a matter by including a different point of view, or perspective. Certified qualification shouldn’t be the one and only prove for the ability of a person to think, to have brilliant ideas, or draw conclusions. Insightfulness doesn’t necessarily come with an academic degree. For, honestly, - once you are on your way through those endless corridors of a university, metaphorically and for real, you might loose your faith in your own ideas and you are in danger to see only the trees, but not the forest anymore. Additionally, it would be a big step towards universality and widen the dimensions of thinking. After all, nothing is more enlightening than an unexpected moment of genuine surprise, - is it? J
 
It often is much the same with other professions: you either get a proper certification or you wouldn’t get a job...or be heard even.
 
Sometimes I get the feeling as if those who have and provide knowledge together with those who got the recognised permission to receive knowledge from them, sit on it like a dragon on his treasures, guarding and defending it with teeth and claws, in order to let nobody else get a chance to achieve something. It’s like a law: you go through the treadmill first! Then maybe you’ll get an opportunity to add something. Get your mind trapped first, then we shall see!
 
 
BerylliumN    
 
 
    
 
 
 

 

 

Samstag, 10. Februar 2018

N° 5 Eine Frage des Standorts

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Einmal bin ich in einem englischen Nationalpark im Wald Spazieren gegangen, als sich mir folgender Anblick am Wegesrand bot: eine junge Birke musste sich ihren Standort mit einem älteren Baum teilen…wo der Same hinfällt… Diese Birke hatte einen möglichst direkten Weg zum Licht gesucht und einen dünnen, aber kerzengeraden, Ast nach oben getrieben. Zwischenzeitlich war ein dicker Ast von dem großen Baum abgebrochen und hing nun mit Zweigen und Blattwerk über dem jungen Trieb der Birke, schnitt diesen vom Licht ab und nahm ihm die Möglichkeit nach oben zu wachsen. Der Birke blieb also keine andere Möglichkeit als wieder von vorne anzufangen, - also von ganz unten.

An den Ausgangsbedingungen für die Birke würde sich in absehbarer Zeit vermutlich nichts ändern, es sei denn, die Karten würden durch einschneidende Naturereignisse neu gemischt werden. Die Birke kann von ihrem Standort nicht weg. Ihr bleibt also nichts anderes übrig, als fortwährend auf ihr Umfeld zu reagieren.

Bei dieser Beobachtung wurde mir klar, dass es auch bei einem menschlichen Leben, - einer persönlichen Karriere, auf den Standort ankommt…und auf den jeweiligen Nährboden. Auch als Mensch hat man, - so denke ich, nur begrenzte Möglichkeiten zu wählen und den einmal vorgegebenen Standort einfach zu verlassen. Weniger auf Grund von äußeren Bedingungen als vielmehr bedingt durch innere Voraussetzungen, Prägungen, entstandene Persönlichkeitsstrukturen, Verpflichtungen, was mindestens genauso behindernd sein kann. Dieselbe Birke wäre als freistehender Baum an einem ruhigen Flussufer schon wesentlich weiter gewesen in ihrem Wachstum. Als Mensch kann man sich seinen Ursprungs - Standort und den dortigen Nährboden im allgemeinen Weltgeflecht auch nur sehr bedingt aussuchen und/oder beeinflussen. Es beginnt schon mit der Geburt. Emotionale Bindungen und soziales Umfeld haben starken Einfluss, ebenso wie Bildung, Genetik, Gesellschaftsschicht, finanzielle Möglichkeiten, Gesundheit. All dies ist im Grunde hinreichend bekannt, konsequent weiter gedacht mündet vieles in Evolution, Vorgaben und Regeln, die für alle und Alles auf der Erde gleichermaßen gelten. Manches gedeiht und wächst einfach nicht oder langsamer, als Folge der oben genannten Bedingungen. Dabei kommt es ganz darauf an, was die Pflanze, - oder der Mensch, seinem jeweiligen Standort entgegen zu setzen hat. Zähigkeit vielleicht, Ausdauer, Einfallsreichtum…?

Es kann ja auch nicht nur perfekt gewachsene Bäume mit prächtigen Kronen, dichtem Blattwerk und vor Kraft strotzenden Stämmen auf idyllischen Hügeln geben…





N° 5  Nutritious Soil








Once upon a time… I went on a hike in an English National Park as I saw an interesting scenario at the side of the footpath: a young birch tree had to share its site with a huge old oak...where ever the seed falls to the ground...
This young birch tree obviously had striven to take the most direct way to sunlight and had sprouted up a very straight, thin trunk. But then something happened, - a thick branch of the oak tree broke and was now hanging in its lower branches, blocking the sunlight from the birch trunk. Also the foliage and twigs of the oak were in its way and the birch stem had no real chance to continue its growth upwards. So the only possibility was to make a fresh start... from the bottom. Actually I could already see some tiny new shoots at the foot of the birch stem. J
In the near future growing conditions for the birch would not become any better, except maybe if the loose oak branch would be swept away by a storm but not fall on the birch trunk. Since a tree can not simply walk away and leave the scenery altogether, the only chance for it to survive is to continiously react to its direct surroundings.
When I finally walked on I couldn’t help but thinking about human starting points. I thought about the great influence the surroundings and direct living conditions have on people from his or her birth onwards, the impact such a metaphorical oak branch might have on personal lives or careers. A “nutritious soil” and handicap free environment certainly would make a difference...or wouldn’t it? Also human beings appear to have only limited possibilities to leave “the site”, the soil we were grown up on. Maybe not so much because of external settings, but more because of our inner structures. A lot depends on how we were raised, our peers, our family, implicated obligations.
The very same birch tree, if planted somewhere else, for example at a river bank with a lot of space and light around it, could have become s atrong, beautifully shaped tree by now.
A human being as well has only limited options to influence or choose his or her starting point in the greater scheme of the world. From the moment of birth,  emotional bondings and social surroundings play an important role in our lives, as much as education, class, financial standing, health, genetic hardware. All of this is well known of course and if thought through consequently much of it leads to evolution, -  rules which are binding for everything on earth
.
Some things just don’t grow well or not at all as a consequence of the above mentioned conditions. And it depends on what a plant or a human being can muster up against his own starting point: endurance maybe? Stubbornness, patience, being witty...?
After all there cannot exclusively be perfect shaped trees with full crowns, dense foliage and strong trunks standing upon ideal, idyllic hill sides...